Karwendel-Berglauf

IMG_20170715_125903724

Erstmals ausgeführt 1932, auf abenteuerlichen Steigen, gehört der Karwendel-Berglauf heute zu den Bergläufen mit den meisten Höhenmetern und den stärksten Steigungen in Deutschland. Auf einer Gesamtlänge von 11 km werden 1462 Höhenmeter überwunden, wobei verschärfend dazukommt, dass die ersten knapp 2 km und ein kurzes Stück an der Bergstation der Karwendelbahn flach sind.

Die seit 2014 zu laufende Strecke führt abwechslungsreich vom Mittenwalder Obermarkt zum Dammkar, durch dieses hinauf zur Bergstation der Karwendelbahn und weiter auf den 2374 m hohen Gipfel der Nördlichen Linderspitze. Besonders der Abschnitt im Dammkar ist durchaus anspruchsvoll, Trittsicherheit und ein gutes Gleichgewichtsgefühl erleichtern den Anstieg.

Mir persönlich gefällt der Wechsel vom belebten Markt Mittenwald über die oft schattige Forststraße zum „Bankerl“, dem folgenden Steilhang zur Dammkarhütte, bei der man durch den Biergarten läuft, dem groben Schotter im unteren Teil des Kars, dem feinen, manchmal bröseligen Sand im oberen Teil, der ganz eigenartigen Stimmung im Tunnel und natürlich dem Gipfelanstieg direkt zum höchsten Punkt. Je nach Wetter bekommt man unterwegs die verschiedenen Klimazonen des Gebirges ziemlich hautnah mit – je weiter man nach oben kommt, desto kühler wird es, ganz oben kann es auch unangenehm windig sein, aber es gab auch schon herrlich sonniges Bergwetter, bei dem mich letztlich nur der Durst in die Hütte zwang.

Vier Mal bin ich bisher mitgelaufen, 2014 reizte mich diese Zielankunft auf dem Gipfel so sehr, dass ich beschloss, mit dem Rad am Vormittag nach Mittenwald zu fahren und dann zum ersten Mal teilzunehmen. Dass es dann in Mittenwald (immerhin fast auf 1000 Metern Höhe gelegen) fast 30° C im Schatten hatte – geschenkt. In den Laubengängen war es erträglich und bald ging es ja los. Ich notierte damals in mein Trainings-Tagebuch: Ziemlich höllisch, erste Hälfte brutal heiß, brutal steil, zweite Hälfte noch steiler. Mit Laufen war da nicht viel. Beim Gipfelanstieg auf die Linderspitze dann noch heftige Krämpfe in beiden Oberschenkeln. 17ter AK 242ter gesamt in 2:13:19

Trotzdem nahm ich in den folgenden Jahren wieder teil und freute mich danach jedes Mal sehr, es wieder geschafft zu haben, auch wenn zwei Mal wetterbedingt das Ziel schon an der Bergstation der Karwendelbahn war.

Auch heuer bin ich gemeldet, ich hoffe, das Wetter wird schön und wir können wieder bis auf den Gipfel stürmen!

Alle Infos und Anmeldemöglichkeit unter http://www.karwendel-berglauf.de