Kilometer-gedanken

Kilometergedanken

Kilometer eins: Was soll das Gehumpel, hoffentlich sieht mich niemand.
Und doch läuft es sich heute leicht, muss aufpassen, dass ich nicht zu schnell werde!
Kilometer zwei: Jetzt bin ich doch wieder auf dem gleichen Weg wie letztes Mal, dabei wollte ich doch irgendwo anders laufen.
Kilometer drei: Wieder nicht bis zur Schranke geschafft nach fünfzehn Minuten. Ja, stimmt, seit man nicht mehr am Zaun entlanglaufen kann, ist die Strecke länger, aber es wurmt mich jedesmal. Mit 6:00, 5:30, 5:15 müsste es eigentlich klappen.
Kilometer vier: Wo wird der Weg schön schattig sein? Und wo genau endet Kilometer vier diesmal?
Kilometer fünf: Schön, wie locker es sich heute läuft, trotz des groben Kieses. Ich schwitze nicht einmal besonders stark und habe auch noch keinen Durst.
Kilometer sechs: Schade, nur ein Kilometer mehr, als wenn ich vorhin geradeaus gelaufen wäre.
Kilometer sieben: Anstrengend! Dieses blöde Stück hier mit Schlaglöchern und den besonders groben Steinen! Jetzt nicht unterkriegen lassen und das Tempo halten! Und nicht so schlurfen! Siebendreiviertel Kilometer nach 45 Minuten, das ist gut!
Kilometer acht: Diesmal bleibe ich im Wald, vielleicht werden es dann noch ein paar hundert Meter mehr. Und schattiger ist es auch. Nur mit den Pfützen habe ich nicht gerechnet und auch nicht mit den quer über den Weg gelegten Zweigen.
Kilometer neun: Was, schon zehn Kilometer durch? Na gut, dann bekomme ich etwa dreizehn zusammen. Eine kleine Endbeschleunigung wäre nett.
Kilometer zehn: Öha, doch erst jetzt die zehn, dann werden es zwölf. Auch okay. Und 5:30 passt auch.
Kilometer elf: 5:16, so locker gelaufen gefällt mir ja ganz außerordentlich!
Kilometer zwölf: Ha, das war gut. Das darf jetzt ruhig noch langsamer sein beim Auslaufen.
5:30er Pace beim Halbmarathon nächste Woche sollte möglich sein.

Kommentar verfassen