Lauf zur Basis-Pyramide

Basis-Pyramide

Was tun an einem trüb-diesigen Januartag? Natürlich rausgehen und zu einem meiner berüchtigten Erkundungs-Läufe durch die Stadt aufbrechen! 13. Januar 2018

Die Wolken hängen tief, es nieselt leicht, die Temperatur hält sich auf knapp über Null Grad. Sonne ist höchstens in den Bergen zu erwarten und die sind heute für mich leider unerreichbar. Ich habe aber gut drei Stunden Zeit, also nichts wie rein in die Laufschuhe und raus aus dem Haus!

Da mir seit längerem ein Besuch der Basis-Pyramide in Unterföhring im Kopf herumschwirrt, geht es heute statt in den Wald durch den wildromantischen Osten Münchens. Immer auf der Suche nach Grünanlagen und versteckten Wegen. Dazu passt gleich zu Beginn der Abstecher südlich des Rappenwegs an der Bahn entlang nach Kirchtrudering. Ein Stück der alten Kirchtruderinger Straße, die früher bis zur Kreuzung Friedenspromenade/Wasserburger Landstaße führte, ist noch erhalten, leider denke ich nicht daran, kurz zurückzublicken, ob noch Spuren der alten Unterführung zu sehen sind.

Immer an der Bahn lang

Dann durch die Siedlung in Kirchtrudering zur Kleingartenanlage, wo leider alle Durchgänge versperrt sind (öffentlich zugänglich nur im Sommer), also ein Stück zurück, um zum Hüllgraben zu gelangen. Von dort geht es auf neu angelegtem, breiten Weg an der Autobahn entlang zum Tierheim, leider nicht mehr so urig wie vor ein paar Jahren, dafür dürfte der Weg nun auch bei Nässe und Schnee gut zu benutzen sein.

Idyll an der A94

Vom Tierheim direkt zur Trabrennbahn, dort mitten durch den Flohmarkt hindurch (bei meinem Tempo durchaus kein Problem) und nach der Bahnüberführung in den Zamilapark, wo ich bisher noch nie war. Dafür, dass die Gebäude noch gar nicht so alt sind, wirken sie schon ganz schön heruntergekommen, ich finde, Neuperlach sieht mittlerweise schöner aus. Die folgende Grünanlage, der Denninger Anger dagegen ist recht hübsch, leicht hügelig, mit einem See und vor allem zieht sich das Grün bis nach Bogenhausen zur Weltenburger Straße! Pures Laufvergnügen garantiert!
Hier offenbart sich erstmals der Nachteil des Einfach-Drauflos-Laufens – den Trampelpfad, der gleich neben der Straße um die Gebäude herumleitet, habe ich glatt übersehen.

Denninger Anger
Denninger Anger mit See

Eine Wiese wird durch eigenartige Steingebilde verziert, da denke ich, schaust dir das mal genauer an. Es sind teils mannhohe Felsbrocken, manche mit Hinweistafeln zur Herkunft, recht nett verteilt. Ein Schild weist mich ein, es ist ein Geologiegarten und der kostet mich dann ein paar Minuten, denn da kann ich unmöglich vorbeilaufen und ich versuche, ein paar Felsen möglichst wild aussehend auf der Speicherkarte mitzunehmen.

Geologiegarten
Hinweistafel im Geologiegarten

Danach geht es weiter auf der anderen Seite der Friedrich-Eckart-Straße auf einem unbefestigten Trampelpfad, vorbei an einer Wagenburg und einem kleinen Abenteuerspielplatz, der etwas privat aussieht (nach einem Blick auf die Karte wird klar, das ist ein Kindergarten-Spielplatz) zur Weltenburger Straße.

Kindergarten-Spielplatz am Denninger Anger

Der Grünzug setzt sich westlich fort (Rothof) und weil da eine Fußgängerbrücke über die Denninger Straße führt, verzichte ich darauf, weiter durch den Park bis zum Ende kurz vor der Richard-Strauß-Straße zu laufen. Der anschließende Irrgarten zwischen den Wohnhäusern des Arabella-Parks (Vorsicht, Park ist hier ein Euphemismus) ist zwar ganz nett, aber beim nächsten Mal versuche ich doch lieber, eine direkte Verbindung zum Rosenkavalierplatz zu finden. Das vermeidet dann dank Fußgängerbrücke nämlich auch die lange Wartezeit an der Ampel hinüber zur Teutonenstraße, wo es immerhin wieder grün wird. Der Fideliopark ist schnell durchgelaufen, von nun ab heißt es, Richtung Norden und fast geradeaus auf die Kamine des Heizkraftwerks zu. Leider streikt nun mein Foto-Handy, ich muss sparsam sein und kann nur noch zwei Bilder aufnehmen.

Lehmzunge
Auf der Lehmzunge!

Die Grünanlagen leiten mich fast bis an die Stadtgrenze bei der Straße M3 (Autobahn-Zubringer), wo es etwas unübersichtlich wird, aber da sehe ich ein kleines Hinweisschild (Fußweg zur Basis-Pyramide) und nach der Unterführung sind es nur noch ein paar Schritte zu meinem Ziel.

Basis-Pyramide
Die Basis-Pyramide

16 Kilometer bin ich bis hierher unterwegs und damit ich auf mindestens zwei Stunden Laufzeit komme, beschließe ich, zur U-Bahn-Station Studentenstadt zu laufen. Große Lust auf weitere Orientierungsabenteuer habe ich jetzt nicht mehr, also ging es ganz einfach auf dem kürzesten Weg in den Englischen Garten und am Aumeister und den Iphitos-Tennisanlagen vorbei in die Studentenstadt und hinüber zur U-Bahn. Dieses Teilstück kann durchaus noch optimiert werden, eventuell zwischen Leinthalerstraße und Frankfurter Ring zum Aumeister und nach der Studentenstadt noch weiter durch das Gelände nördlich der Domagkstraße zur Endhaltestelle der Schwabinger-Park-Straßenbahn beziehungsweise auch von hier noch weiter bis zum Nordfriedhof. Die Projekte gehen halt nie aus.

Ein nicht korrigierter Track (mit Umwegen und GPS-Fehlern) findet sich hier auf Strava