Laufen ist ja keine große Sache

Laufen ist ja keine große Sache, „jedes Kind“ kann das.

Erwachsene natürlich auch, die tun sich nur schwerer und laufen deshalb nur, wenn mindestens drei Bedingungen zutreffen: Das Wetter ist gut, die Waage zeigt Phantasiewerte und eigentlich fühle ich mich fit.

Wer’s nicht gemerkt hat: Ab jetzt geht’s nur noch um mich 😉

Eigentlich fit gilt natürlich nur, solange nichts dazwischen kommt. Hunger, Durst, Blähungen. Anfragen von Seiten der BEFDW. Dringende Gassigehbedürfnisse der Jungs. Eine Halbe Urstoff.

Das sind aber Lappalien gegen das Gefühl, mal wieder ganz unbeschwert irgendwo herumlaufen zu können, vielleicht gerade nicht da, wo ich meistens laufe, sondern ganz wo anders. Durch Neuperlach statt an der Isar, im Bergwald statt auf der Kampfbahn, oder auch mit Buddy, in seinem Tempo, mit Spielchen zwischendurch, egal wo.
Das alleine wäre schon herrlich, aber dann gibt es ja noch den Lauftreff. Da kommst du dann hin, denkst dir nix Schlimmes und wirst nach dem Programm gefragt.

Im Winter. Programm. Ich fühle mich geehrt, schlage 3*1000 „etwas schneller“, 500 TP vor und los geht’s (3 Mal 1000 Meter, 500 Meter Trabpause). Zum Glück sehr langsam, alle halten sich zurück, vielleicht, weil wir zum Warmwerden erstmal über den Rodelhügel laufen.
Nach 800 Metern interpretieren die vorne laufenden die Warnung vor einer Parkbank als Stop und drehen um. Klare Kommandos, hatte ich gelernt.
In der Trabpause lachten wir ein wenig.
Die zweiten 1000 liefen sich angenehmer, wir waren aber deutlich schneller, ich überlege ständig, ob wir im Park bleiben können oder auf die Straße raus müssen, da schallts „wo weiter?“ – vor uns eine Böschung, dahinter Gestrüpp! Mir nach durch einen Eschenhain, zum Glück ohne Unterholz und nur 10 Meter bis zum befestigten Weg.

Keine Klagen!

Die Gruppe löst sich aber langsam auf, ein paar Läufer können das Tempo nicht mehr halten, gut, dass die Strecke hier übersichtlich ist.
Die letzten 1000 waren dann noch etwas schneller, alle waren hinterher recht zufrieden und wir liefen gemeinsam locker zurück.
Bei diesem Lauf merkte ich recht deutlich, was es bedeutet, eine Gruppe zu leiten. Das ist nicht mehr einfaches Mitlaufen mit gelegentlich ausgetauschten Weisheiten, sondern, da wurde ich richtig gefordert. Ideen liefern, die Übersicht behalten, Tipps geben. Aber das macht auch Spaß!
Für nächste Woche habe mir ich schon etwas ausgedacht, das bestimmt vielen neue Anregungen gibt und einige Unsicherheiten angeht!


 

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