Mein Wohnort mit den Augen eines Touristen betrachtet

Ich stelle mir vor, dass ich gerade Urlaub in Trudering mache und möchte gerne wissen, was ich da fotografieren würde. Eine Laufrunde im Riemer Park würde ich sicher auch als Urlauber machen und dann natürlich die eindrucksvollsten Motive festhalten!

Mal sehen. Los geht´s in Kirchtrudering am Straßl ins Holz. Ich komme an einem neu angelegten Trimm-Dich-Parcours vorbei, finde den touristisch eher unbedeutend, aber kurz danach stoße ich auf die lange, gerade Granitmauer, die fast das ganze Gelände des Parks durchschneidet. Sie ist bestimmt 2 Kilometer lang, wird zwar immer wieder von Querwegen durchbrochen, wirkt aber nahezu endlos. Mich hat diese lange Gerade während der Bundesgartenschau furchtbar genervt, heute nutze ich sie regelmäßig und gerne beim Marathontraining.

Die Granitmauer an der langen Geraden.

 

Weiter östlich laufe ich in Richtung Messestadt und bleibe an einem verlassenen Grundstück wie angewurzelt stehen, als ich da ein Objekt sehe. Das ist mir bisher noch nie aufgefallen und ich verrate hier nicht, wo genau es sich befindet – geht mal auf die Suche!

Kunst im Park

Nach dem Kunstgenuss ist ein Besuch im Café an der Seepromenade eine Selbstverständlichkeit, auch wenn es nur ein Feierabend-Kurzurlaub ist!

Das Flair hier konnte noch nicht wirklich überzeugen

Frisch gestärkt sehne ich mich nach einer Bergtour, doch der Berg hier macht nicht sehr viel her, ist aber dennoch die bedeutendste Erhebung weit und breit (mal abgesehen vom nicht funktionierenden Messeturm).

Der Riemer Hügel, allgemein nur „Berg“ genannt.

Nach der Umrundung und Besteigung bietet sich ein erfrischendes Bad im Riemer See an, ich wäre sogar ganz allein und berauscht genug, nur die Temperaturen sind noch nicht ganz im badetauglichen Bereich.

Der endlose Strand, menschenleer.

Schauen wir doch mal, ob wir nicht ein besseres Ziel finden (nachts leuchten einzelne Buchstaben sogar):

ABFLUG

Kurz bevor die Runde zuende ist, komme ich noch an dem historischen Kopfbau der Besuchertribüne vom alten Riemer Flughafen vorbei, der hier auf den Fotos deutlich gestreckter und damit filigraner wirkt, als in echt, wo er als ziemlich grober Klotz dasteht und eigentlich nur Schwierigkeiten macht.

Der Kopfbau der Besuchertribüne von Südost

 

Kopfbau der Besuchertribüne von West

 

Teil der einsturzgefährdeten Mauer

 

Ich hoffe, die kleine Fotosafari gefällt euch trotz der etwas schwachen Handyknipse mit unvermeidlichem Extrem-Weitwinkelobjektiv (daher die oft schrägen Linien). Eigentlich soll dieser Beitrag nur anregen zum Selbstausprobieren und Entdecken der nächsten Umgebung, ich hatte große Freude dabei.

 

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