Wallberg schnell und schön

Berge mit Aufstiegshilfen zählen zwar nicht zu meinen bevorzugten Zielen, aber wenn ich erst mittags von München weg komme, hat gerade der Wallberg unschätzbare Vorteile.

Er ist schnell erreichbar, an der Talstation der Seilbahn kann man problemlos parken, der Weg ist klar, leicht zu gehen und zumindest der Winterweg über die Wallbergmoosalm trotzdem recht schön und abwechslungsreich. Es gibt oben ein Restaurant zum Aufwärmen und Rückzugsmöglichkeiten sind auch vorhanden (im Notfall die Bahn, sonst der Winterweg).

Nicht zu vergessen der immer wieder überraschend hübsche Gipfelanstieg und die grandiose Aussicht.

Dass es heute der Wallberg wird, war dann ungefähr in Gmund klar, die Neureuth wäre auch eine Möglichkeit, aber das Wetter war einfach zu schön, da musste ein höheres Ziel her und für den Jennerwein-Steig auf die Bodenschneid war ich nicht gut vorbereitet. Beim Wallberg weiß ich ziemlich genau, wie lange ich hinauf und runter brauche. Das hat dann mit gut 3 1/4 Stunden insgesamt auch ziemlich gut geklappt.

Reine Laufzeit Talstation-Bergstation 1:10, Bergstation-Gipfel 0:18, Gipfel-Bergstation 0:11, Bergstation-Talstation 0:45, Pausen 0:52

Hinauf gings über den Winterweg, das ist die Originalstrecke des Wallberglaufs. Buddy sorgte gleich für ein nicht zu schnelles Tempo, lief aber brav und konzentriert mit. Ab der Wallbergmoosalm (ca. 1100 m) war außerhalb des Waldes eine geschlossene Schneedecke, der Weg war zwar gut gespurt, trotzdem war es sehr anstrengend da zu laufen, weil bei jedem zweiten Schritt die Schuhe doch ein wenig rutschten, ein paar Stellen waren auch eisig, die Spikes konnte ich aber in der Tasche lassen.

Am Gipfelhang sind wir gleich geradeaus hoch, die plattigen Felsen waren aper und trocken, herrlich griffig und schnell waren wir in der kleinen Senke süd-westlich des Gipfelblocks. Dort meisterten wir dann ein paar Einserstellen (evtl. auch eine IIer) und genossen dann ganz allein den umfassenden Ausblick. Runter sind wir dann auf dem Wanderweg, der etwas schlammig war, aber für Buddy besser zu laufen.

Nach einer kleinen Rast im Panoramarestaurant ging es recht hurtig auf dem Sommerweg zurück zur Talstation. Ich mag diesen Abstieg, weil ich mir da keine Gedanken über herumliegende Steine machen muss, einzig ein paar Regenrinnen stören den Rhythmus hin und wieder. Und sporadisch ein schöner Ausblick auf den Tegernsee.

Ganz nebenbei fand ich noch eine ganze Reihe Aussichtsbänke ohne Aussicht, da wird sich der Vielhygler von hikr.org freuen!

1 Gedanke zu „Wallberg schnell und schön

  1. Aussichtsbänke ohne Aussicht fallen mir auch oft ins Auge. Selbst da, wo nicht erst durch Baumbewuchs keine Aussicht mehr möglich ist, sondern wo es auch schon vom Standort her nichts zu sehen gibt. Wäre ja fast ein Thema für einen Bildband 🙂

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